Vorbeugung von Rückenerkrankungen durch Muskelaufbau

Um zu verstehen, warum ein angemessener Muskelaufbau im Bereich des Rückens so wichtig ist und bei Rückenbeschwerden hilft, muss man sich zunächst vergegenwärtigen, welche Erkrankungen in dieser Region überhaupt vorhanden sind und wie diese entstehen. Bis zu 50sten Lebensjahr entwickeln heutzutage etwa 3/4tel aller Menschen zeitweilig Wirbelsäulenerkrankungen bzw. Beschwerden. Diese umfassen sowohl einfache Kreuzschmerzen und den sogenannten Hexenschuss, als auch die gravierendste Form: den Bandscheibenvorfall. Häufig sitzenden Tätigkeiten im Beruf und eine mangelnde Bewegung in der Freizeit können Hauptgründe für diese Beschwerden und Krankheiten sein.

Wie aber entstehen nun solche Rückenbeschwerden auf anatomischer Ebene? Dazu muss man wissen, dass die Wirbelsäule des Menschen aus verschiedenen Knochen besteht: Dies sind die einzelnen Wirbel, die durch Bandscheiben voneinander getrennt sind. Des Weiteren befindet sich im hinteren Teil des Wirbels eine Öffnung, durch die sich von Hals bis zum Steiß die Nerven des Rückenmarks ziehen. Über die gesamte Länge der Wirbelsäule verlassen ständig Nerven das Rückenmark, die z.B. für die Schmerzempfindung oder die Steuerung von Muskeln wichtig sind.

Was ist ein Hexenschuss?
Beim Lumbago, also dem umgangssprachlichen „Hexenschuss“, kommt es nun infolge einer „falschen Bewegung“, durch verspannte Muskulatur in der Steißregion oder durch das Anheben einer zu schweren Last. Dabei werden die austretenden Nerven (besonders häufig die des Ischiasnervs) durch den Wirbel gequetscht, was zu starken Schmerzen und einer eingeschränkten Beweglichkeit führt. Wenngleich auch sehr schmerzhaft und unangenehm, vergeht der Schmerz meist von selbst und es bleibt keine weitere Beeinträchtigung.

Wenn Sie Fragen zu Rückenbeschwerden oder -Verspannungen haben, wenden Sie sich bitte an an das Trainerteam im fitnesspoint München. Wir helfen Ihnen gern weiter!

Wie unterscheidet sich der Hexenschuss nun von einem Bandscheibenvorfall?
Im schlimmsten Fall können Bandscheibenvorfälle neben starken Schmerzen auch Lähmungen von Körperregionen nach sich ziehen. Dabei kann ein Teil der Bandscheibe, die als „Polster“ zwischen zwei Wirbeln liegt, in den Kanal des Rückenmarks entweichen und dort die Nerven zusammendrücken. Starke Schmerzen und Lähmungen in Regionen unterhalb des Vorfalls sind die Folge. Bandscheibenvorfälle können in der gesamten Wirbelsäule auftreten, wobei besonders Vorfälle im Bereich der Halswirbelsäule mit gravierenden Ausfallerscheinungen verbunden sind. Bei dieser Art des Bandscheibenvorfalls hilft meist nur eine schnelle Operation bei der Teile der Bandscheibe entfernt werden müssen.

Wie lässt sich einer solchen Wirbelsäulenerkrankung vorbeugen?
Grundsätzlich besteht kein hundertprozentiger Schutz gegen eine schwerwiegende Wirbelsäulenerkrankung, so kann ein austrainierter Sportler diese ebenfalls bekommen, nur ist das Risiko bedeutend geringer.
Zunächst sollte das eigene Körpergewicht kontrolliert werden. Übergewicht stellt eine Dauerbelastung für die Bandscheiben dar, so dass eine Reduktion grundsätzlich von Vorteil ist und dem Risiko eines Bandscheibenvorfalls entgegenwirkt. Regelmäßiges und gezieltes Training der Rückenmuskulatur kann die Wirbelsäule entlasten. Hierbei sind besonders die Muskeln, die der Wirbelsäule anliegen, die autochthone Rückenmuskulatur zu erwähnen.

Eine sportliche Lebensweise kann somit auf vielerlei Hinsicht einen gesunden Rücken unterstützen. Ebenfalls wichtig sind eine richtige Matratze sowie ein rückenfreundlicher Arbeitsplatz.

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